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zwischen Kultur & Sprache

 

Zu den geheimnisvollen Orten in Berlin gehört auch der „Friedhof der Namenlosen“. Man nennt ihn auch den Selbstmörderfriedhof, da in früheren Zeiten diese verzweifelten Menschen nicht auf dem öffentlichen Friedhof begraben werden durften. Der Selbstmörderfriedhof ist ein „Muss“ für alle Berlinbesucher mit Hang zum Besonderen.

Friedhof der Namenlosen und Selbstmörder

Havelchaussee, nicht weit von Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es einen auch für alteingesessene Berliner völlig unbekannten Ort: Den Selbstmörderfriedhof Grunewald-Forst. Nicht weit von diesem Ort entfernt macht die Havel einen Knick, Wasserleichen wurden angeschwemmt. Viele Selbstmörder unter ihnen. 1878/79 war es letztendlich an der Forstverwaltung, sich um die Selbstmörder zu kümmern. Die Kirche verweigerte den Angehörigen den Zugang zu „normalen“ Friedhöfen. Zunächst wurden Leichen einfach im Wald verscharrt, bald jedoch gab  es eine Friedhofsmauer.

Havelchaussee. Pas très loin de Charlottenburg-Wilmersdorf, il existe un endroit inconnu des berlinois: le cimetière des suicidés de la foret de Grunewald. Non loin non plus de cet endroit l’Havel fait une courve: les cadavres furent alluvioner par le courant. Parmi eux, beaucoup de personnes s’étant suicidéses. En 1878/79 se fut au tour de l’administration de s’occuper des cadavres de personnes suicidées, l’Église refusant de leur accès aux cimetières „normaux“. Les cadavres furent tout simplement enterrés dans la forêt jusqu’à ce qu’un mur en fasse un cimetière.

Schwangere unverheiratete Frauen & Soldaten

Unterschiedliche Gräber, viele Namenslose: Dienstmädchen, die sich das Leben nahmen, da sie von ihren Hausherren geschwängert wurden. Keine Zukunft in der damaligen Gesellschaft. Orthodoxe, einfache Holzkreuze: Es waren Soldaten, die sich das Leben nahmen,da sie keinem anderen als dem Zaren dienen wollten.

Les tombes sont diffèrentes: beaucoup sont sans noms, des bonnes qui se sont retirées la vie après être tombées enceinte de leur maître de maison. Pas le moindre espoir de futur avait sa place dans la société de l’époque. Orthodoxe, de simples croix en bois, des soldats qui se sont tués pour ne pas avoir à servir quelqu’un d’autre que le tsar. 

1945 wurde der Selbstmörderfriedhof faktisch legalisiert

1920 wurde Gross-Berlin gebildet, es kamen weitere Gräber hinzu. 1945… Berlin hatte nach den Bombenanschlägen keinen Platz mehr, alle die Toten zu begraben, also begrub man auch einige Bombenopfer hier. 

En 1920 le Grand Berlin se forma et de ce fait beaucoup de nouvelles tombes firent leur apparition. En 1945… Berlin n’avait plus de place pour enterrer les victimes des bombes et donc on les fit enterrer dans cet endroit. 

Skuril: Auf dem Grab eines Oberförsters steht: „Jagd vorbei“.
Sur la tombe d’un forestier supérieur il est écrit: chasse finie.

Ruhestätte für Kunst-Schaffende …

Ein paar Künstler fanden hier ebenfalls ihre letzte Ruhestätte. Wie z.B. auch die Musikerin Christa Päffgen, alias Nico. Sie sang in der Rockgruppe „The Velvet Underground“ und lernte später Fellini kennen. Sie spielte in „La dolce Vita“. Die Sängerin und Schauspielerin war keine Selbstmörderin im klassischen Sinne. Sie fiel (unter Drogeneinfluss??) auf Ibiza vom Fahrrad und erlag einer Gehirnblutung. Da sie als Jugendliche zusammen mit ihrer Mutter auf dem Berliner Selbstmordfriedhof spazieren ging, fand sie den Ort wunderschön und wünschte, dort einmal begraben zu sein. Diesen Wunsch hat man ihr erfüllt, sie hat dort ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der Förster berichtete, dass die Beerdigung gefeiert wurde, so traurig-fröhlich, dass man noch tagelang „Schnapsleichen“ fand, die nur nach und nach verschwanden…

Certains écrivains trouvèrent ici l’ultime lieu de repos, comme Christa Päffgen alias Nico. Elle faisait partie en tant que chanteuse du groupe „The Velvet Underground“ et fit plus tard la connaissance de Fellini. Elle joua, de plus, dans la „Dolce Vita“. Cette chanteuse/actrice ne se suicida pas dans le sens propre du terme. Sous l’influence de la drogue (?) elle tomba de vélo à Ibiza et eut une émorragie cerébrale. S’étant rendu avec sa mère dans sa jeunesse dans ce cimetière, elle souhaitait y être enterrée. Et ce dernier souhait lui fut accorder. Le forestier racontait que l’enterrement fut triste mais aussi joyeux et qu’on retrouve parfois encore des petites bouteilles d’eau de vie qui disparaissent peu à peu.

Einzigartig: Der Selbstmörderfriedhof in Berlin

Idyllisch und ein wenig vergessen – ein verlassener Ort mitten in Berlin von wilder verwachsener Schönheit. Es ist der einzige Selbstmörderfriedhof in Deutschland, obwohl es deutschlandweit natürlich zahlreiche Begräbnisstätten für Namenlose und „Unwürdige“ gab. Damit zählt er – wie auch die Glienicker Brücke und der Teufelsberg – zu den wirklicht geheimnisvollen Orten in Berlin.

Un lieu idyllique, oublié dans le centre de Berlin, rempli d’un beauté sauvage qui le rend unique: il est le seul cimetière de suicidés en Allemagne.

Kulturbrücke PAris-Berlin

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