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zwischen Kultur & Sprache

 

Man kommt zur Lindenstrasse 54/55 in Potsdam. Ein Haus,welches sich mit seiner Fassade harmonisch in das Strassenbild der Innenstadt einreiht. Man übertritt die Schwelle dieses Hauses,und spürt den Ausmass des Horrors mitten im Stadtzentrum von Potsdam: Eine Gedenkstätte des Grauens. Das berüchtigte Stasigefängnis im Lindenhotel.

Die beschauliche Einkaufsstrasse in Potsdam mit bunten Fassaden und schönen Geschäften lädt zum shoppen ein. Nette Cafes lassen diese Meile nicht nur normal aussehen,sondern chic und angenehm.

La rue commerçante à Potsdam avec ses façades multicolores et de beaux magasins nous invite à faire du shopping. Les petits cafés font paraître ce lieu non seulement normal, mais aussi chic et agréable. Lindenstrasse 54/55, une maison laquelle se fond harmonieusement dans l’image des rues du centre de la ville. Le seuil de cette maison passé, on sent au fur et à mesure l’effroi au milieu du centre de la ville de Potsdam : un mémorial de l’horreur.

Die Geschichte des Lindenhotels

Lindenstrasse 54/55, vom Aussehen ein Stadtpalais, war tatsächlich nach seinem Bau ein Wohnhaus. Unter Napoleon wurde es ein Pferdelazarett. In der Zeit des Nationalsozialismus ein “Erbgesundheitsgericht”. Anschliessend wurde dieses Pseudogericht unter sowjetischer Besatzung zum Foltergefängnis. Hier fand die Folter durch Schlafentzug statt.

Lindenstrasse 54/55, ayant un air des palais de la ville, elle était réellement, après sa construction, une maison d’habitation. Sous Napoléon, elle faisait office d’un hôpital militaire pour chevaux. Au temps du national-socialisme elle devint un “tribunal “. Par la suite, ce “pseudo-tribunal” devint sous l’occupation soviétique, une prison de torture. Ici, la torture avait lieu par la privation de sommeil.

Stasigefängnis Lindenhotel Potsdam - Bürgerliche Fassade

Stasigefängnis Lindenhotel

1953 fuhr die DDR in diesem Sinne fort. Das “Lindenhotel” wurde zum Untersuchungsgefängnis für politische Häftlinge mitten im Stadtzentrum. Durch einen uneinsehbaren Zaun und Eisenketten konnte niemand ahnen, welche Greueltaten sich hinter der – gut ins Stadtbild passenden Fassade – abspielten. Über 6000 politische Häftlinge wurden hier verhört, isoliert, gefangengehalten, gequält und gefoltert.

En 1953 la RDA continuait dans cette idée, le “Lindenhotel” devenait la prison pour les prisonniers politiques, au milieu du centre de la ville. Par une clôture non visible et des chaînes de fer, personne ne pouvait pressentir quelles atrocités se passaient derrière la façade innocente de cette maison ou au milieu de cette petite ville. Plus de 6000 prisonniers politiques étaient ici interrogés, isolés, emprisonnés, tourmentés et torturés.

Stasigefängnis Lindenhotel Potsdam - Hinterhof

Geheimnisvoll integriert in Normalität

Was diesen Ort so ausserordentlich erschütternd macht, sind die Gegensätze: Die zentrale Lage des Gebäudes und die absolute Isolierung der Gefangenen. Die Gedenkstätte ist nicht so bekannt wie Hohenschönhausen (aus dem Film: Das Leben der anderen), doch der Weg hierher lohnt sich.

Polemik: Man kann diesen eindrucksvollen Ort mit einem Besuch des Schlosses “Sanssouci” verbinden.

Ce qui rend cet endroit si extraordinairement poignant, est la contradiction entre la position centrale du bâtiment et l’isolation absolue des prisonniers. Le mémorial n’est pas si connu qu’Hohenschönhausen (du film: La vie des autres), mais le détour en vaut la peine. Polémique : On peut associer cet endroit impressionnant à une visite du château “Sanssouci”.

So finden Sie das Stasigefängnis Lindenhotel

Von Berlin HBF mit der Bahn nach Potsdam HBF.
De Berlin HBF avec le train jusqu’à Potsdam HBF.
Mit der S-Bahn : Endstation Potsdam.
Avec la S-Bahn : Terminus Potsdam.
Lindenstrasse 54/55
14467 Potsdam

Geheimnisvolle Orte in Berlin

Geheimnisvolle Orte, das sind Orte, die vergessen wurden, die man gerne vergessen würde oder Orte, die nicht ganz so bekannt sind. In meiner kleinen Serie, berichte ich immer wieder gerne darüber. Vorgestellt habe ich hier schon den Selbstmörderfriedhof, das Hotel Bogotá, den Teufelsberg und die Glienicker Brücke. Mit meinen Privatschülern oder bei Kulturspaziergängen habe ich in Vor-Covid-Zeiten gerne diese geheimnisvollen Stätten besucht. Vermitteln sie doch so stark und emotionsgeladen die jüngere Geschichte von Berlin.

Vielleicht spazieren wir in baldiger Zukunft gemeinsam? Bleiben Sie bis dahin gesund.

Kulturbrücke PAris-Berlin

Hallo, schön daß Sie da sind. Sie erhalten hier Einblicke und Ausblicke in meine Sprachenschule und Kulturspaziergänge in Berlin.
Viel Spaß beim lesen. Und wenn Sie Fragen haben, oder auch dabei sein möchten, dann schreiben Sie mir.

Herzlichst,
Ihre Rosemarie Lipka

Rosemarie Lipka - Sprachenschule & Kulturspaziergänge
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