Hölderlin & die braunen Frauen von Bordeaux

Hölderlin & die braunen Frauen von Bordeaux

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Hölderlin & die braunen Frauen von Bordeaux

Die Autorin Olga Martynova begibt sich auf die Spurensuche des deutschen Dichters Johann Christian Friedrich Hölderlin. Hölderlin wurde vor 250 Jahren geboren, doch noch immer ist seine Lyrik lebendig. Ein Künstler zwischen Genie und Wahnsinn.

Hölderlin in Bordeaux

Seine letzte Reise – bevor er seine zweite Lebenshälfte im berühmten „Hölderlinturm“ verbrachte – führte Hölderlin 1802 als Hauslehrer und Hofmeister nach Bordeaux. Dort verweilte er nur ein paar Monate. Warum er diese Stelle verließ, und was in der Zeit seiner wochenlanger Heimreise zu Fuß geschah, weiß niemand. Bekannt ist nur, daß Hölderlin völlig verwahrlost und kaum wiederzuerkennen in Stuttgart ankam.

Olga Martynova beschreibt in einem Feulleton der FAZ die Zeit Hölderlins und betrachtet speziell seine letzte Reise nach Bordeaux. Die Rolle der Frauen in Hölderlins Werken und in seinem Leben erfahren dabei eine besondere Aufmerksamkeit. Was es mit den braunen Frauen auf sich hat, lesen Sie am Besten selbst ….

Hölderlin und die braunen Frauen von Bordeaux

Gute Unterhaltung mit dem Artikel in der FAZ und ein herzliches „Danke schön“ an die Autorin Olga Martynova für diesen großartigen Einblick in die Welt des Dichters Friedrich Hölderlin.

Literatur, Kunst & Sprache

Literatur ist immer auch ein Teil der Kultur eines Landes, einer Region. Die Literaten vergangener Epochen waren oft auf Reisen, quer durch Europa. Ihre Werke waren stark beeinflußt von diesen, zum Teil abenteuerlichen Wegen und von den Eindrücken fremder Länder, Gebräuche und Sitten. Kafka, Fontane oder auch Rosa Luxemburg: Diese Menschen waren unterwegs, sie waren mutig und sie bildeten Brücken, öffneten Türen. Sie gaben Einblicke.

Hier bei der Kulturbrücke Paris-Berlin bauen auch wir kleine Brücken. Literatur, Kunst und Sprache – das macht für uns die Kulturbrücke aus. Kultur verbindet. Haben Sie Interesse auf eine Kulturreise? Auf das Lernen der deutschen oder französischen Sprache? Oder haben Sie ein besonderes Interesse für einen Dichter, Künstler, Denker? Melden Sie sich doch bei mir.

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„Le chat noir“, Kultur & Kabarett – Le Cabaret

„Le chat noir“, Kultur & Kabarett – Le Cabaret

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Kulturkabarett statt Freudenkabarett

„Le chat noir“ wurde 1881 von Rodolphe Salis in Paris gegründet und war ein „Kulturkabarett“. Kein „Freudenkabarett“, wie es in dieser Zeit eher üblich war. Es gab ja schon philosophische Salons der „Lumières“, in diesem Aufklärungszeitalter. Diese Salons versammelten Denker. Im „Chat Noir“ auf Montmartre fanden die berühmtesten Männer der Zeit Gesprächspartner. Künstler, einflussreiche Leute aus Paris, aber auch Reisende aller Welt trafen sich hier: Edouard Vuillard, Claude Debussy, Toulouse-Lautrec waren einige davon. „Le chat noir“ war das erste Kabarett mit der offiziellen Erlaubnis, Piano dort zu spielen. Zahlreiche namhafte  Musiker kamen so zu diesen Veranstaltungen …

„Le chat noir“ fut fondé en 1881 par Rodolphe Salis et était un „cabaret culturel“ et non un cabaret normal comme il y en avait tant à cette période. Il y avait déjà des Salons philosophiques sur les nouvelles idées des Lumières. Ces salons rassemblaient les penseurs. Au „Chat noir“, les plus célèbres hommes de cette époque y trouvaient des interlocuteurs. Artistes, personnes influentes de Paris mais aussi voyageurs du monde s’y retrouvaient: Edouard Vuillard, Claude Debussy, Toulouse-Lautrec étaient certains d’entre eux. „Le chat noir“, un cabaret où pour la première, jouer du piano était autorisé, a accueilli de nombreux visiteurs. …

Academie francaise – die Elite der Kunstschaffenden

Zunächst war das Kabarett eine winzige Zwei-Zimmer-Wohnung irgendwo in Paris: Durchgangszimmer. Der hintere Raum war dunkel, klein, ungemütlich. Rodolphe Salis hatte dann die geniale „Exclusiv-Marketingidee“: Nicht jeder durfte in dieses kleine Hinterzimmer. Nur Künstler, die schon Stammgäste waren, bekamen die Erlaubnis in diesem erlauchten Kreis zu verweilen. Eine Art Club. Es bekam den Namen „Academie francaise“, schon zu dieser Zeit der Name einer noch heute bestehenden Institution: Die intellektuelle Elite Frankreichs. Alle Kabarettbesucher hatten natürlich nur noch ein Ziel: Diese dunkle Hinterkammer, heilige Halle der Intelligenz…

Avant tout, le cabaret fut un minuscule appartement 2 pièces dans Paris: chambre d’hôtes. La pièce du fond était sombre, petite et inconfortable. Le fondateur eu une idée de marketing géniale: Tout le monde n’avait pas accés à cette petite pièce du fond, juste les artistes étant déjà des habitués avait le droit d’y aller. Il vint alors le nom „Académie francaise“, aujourd’hui encore connue comme institution pour l’élite des intellectuels de France. Tous les clients du cabaret avait un but: accéder a cette pièce, grande salle de l’intelligence…

Kulturzeitschrift „Le chat noir“

1882 begann Salis Werbung zu machen: Der Anfang der Kulturzeitschrift „Le chat noir“ mit Literatur, Theaterrezensionen, Ausstellungsberichte, Gedichte, …
Es gab ungewohnte Ausstellungen. Zum Beispiel die von Jules Levy: In seiner kleinen Pariser Wohnung stellte er kleine Zeichnungen und Karikaturen vor. Innerhalb von vier Stunden kamen über 2000 Besucher, unter ihnen Manet, Renoir, Pissarro und auch Richard Wagner.

En 1882, Salis commenca a faire de la publicité: début du magazine „le chat noir“, littérature, pièce de théatre, expositions, poèmes. Il y eut des expositions inhabituelles, comme par exemple, une exposition organisée par Jules Levy: dans son petit appartement parisien il présenta des petits dessins et des cartitures. En 4 heures, il eut plus de 2000 visiteurs, parmis lesquels Manet, Renoir, Pissarro et Richard Wagner étaient présents.

Die Organisatoren solcher Ausstellungen waren die „Incoherents“. Diese Menschen waren Freigeistler, hinterfragten alle und alles, flirteten mit dem Anarchismus. Das Kabarett nicht nur ein Ort wo man sich amüsiert und divertiert wird,sondern wo man diskutiert, hinterfragt, wo Ideen entstehen. Schon bald wurde das Kabarett zu klein, mehrmals zog man um. In den Kabarettvorräumen gab es Karikaturen,  Zeichnungen von Monet, Degas, Pissaro, Toulouse-Lautrec.

Les organisateurs de ces expositions étaient les „incohérents“. Ces personnes étaient des penseurs libres, remettant tout en cause et flirtant avec l’anarchisme. Le cabaret n’était pas seulement un lieu d’amusement et de divertissement mais aussi un endroit où il était possible de discuter, de présenter ses idées et de remettre des sujets en cause. Peu de temps après, le cabaret devenait trop petit et il changea plusieurs fois de lieu. Dans les antichambres du Cabaret, on pouvait y observer des caricatures et des peintures de Monet, Degas, Pissarro et Toulouse-Lautrec.

Aus den kleinen Familienvorführungen wurden künstlerisch-hochwertige Veranstaltungen, die Vorläufer des Kinos: Die Vorführungen enthielten Bewegung,Farbe und den Ton (Musik und die Stimme). Die Themen variierten und waren sehr weitläufig: Literatur, Geschichte,Politik(Napoleon als Thema war äusserst beliebt), Schattentheater und Maskentheater.

Les petites présentations plutot familiales devinrent très vite des expositions artistiques de haute qualité et des précurseurs du cinéma: les présentations se composaient des mouvements, des couleurs et des sons (musiques et voix). Les thèmes variaient et s’étendaient de la littérature au théatre d’ombres en passant par l’Histoire et la politique (Napoléon était alors un sujet très populaire).

„le chat noir“: Der Louvre vom Montmartre

Die Vielfalt der künstlerischen Darstellungen war so gross, dass man das Kabarett „le chat noir“ als Louvre von Montmartre bezeichnete. Diese Welt des „spectacle“ beeinflusste die französische Kultur dieser Zeit sehr stark. Strassenfeste, Zirkus, Jahrmärkte,d ieses Strassentheater verschmolz ineinander. Paris war eine grosse Strassenbühne. Im Januar 1897 verliess Salis mit seiner Theatertruppe Paris, um in St Petersburg weiterzumachen.Er hatte genug von Paris, fand, dass Montmartre die Unschuld und seine künstlerische Energie verloren hatte. Salis starb, ohne seinen Wunsch zu erfüllen, in Paris erneut ein Kabarett zu eröffnen.

La diversité était si grande que le cabaret obtint le surnom de „louvre de Montmartre“. Ce monde du spectacle influenca fortement la culture francaise. Fêtes et théatre de rue, cirque et foires fusionnaient les uns avec les autres, de sorte que Paris devint une immense scène. En Janvier 1897, Salis quittait Paris avec sa troupe pour continuer à Saint Petersbourg. Il en avait assez de Paris et trouvait que Montmartre avait perdu aussi bien son innocence que son énergie artistique. Salis mourut sans pouvoir réaliser son rêve: ouvrir un nouveau cabaret à Paris.

Le Chat Noir – Untergegangen in den Touristenmassen

Heute kann man nur noch schwer diesen Geist von Montmartre nachvollziehen. Touristenmassen überall. Doch am späten Abend, oder wenn das Wetter regnerisch ist ,kann man in den engen Gassen hinter Sacre Coeur noch Momente dieser Freigeistkultur einfangen…

Aujourd’hui, il est difficile de retrouver cet esprit de Montmatre. Les masses de touristes sont partout. Cependant, tard le soir ou quand le temps est pluvieux, dans les petites ruelles situées derrière le Sacré Coeur, il est encore possible de retrouver la culture des libres penseurs et l’atmosphère d’autrefois…

Auf den Spuren von Le Chat Noir

Lassen Sie uns zusammen plaudern und diskutieren! Über diese spannende Kulturgeschichtliche Zeit in Paris.Buchen Sie eine kulturelle Online-Stunde. Es wird bestimmt unterhaltsam, lehrreich und kurzweilig …

Kunst und Sprache.Lernen Sie die französische Sprache und die Kultur dieses herrlichen Landes individuell kennen. Im Sprachunterricht der Kulturbrücke gehe ich gerne auf Ihre Interessen ein.

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Theodor Fontane: Lesenswerte Neuerscheinungen

Theodor Fontane: Lesenswerte Neuerscheinungen

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Theodor Fontane:
Lesenswerte Neuerscheinungen

Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane sind zahlreiche Bücher erschienen. Eine interessante Auswahl vorgestellt von Dieter Kaltwasser

Erschienen im General-Anzeiger am 8. Januar 2020

Henri Théodore Fontane – so sein korrekter Geburtsname – war ein grosser  Reiseliterat, Journalist und Romancier. Anläßlich seines 200. Jubiläumsjahres erschienen zahlreiche Lebensdarstellungen und Werkdeutungen über den ehemaligen Apotheker aus Neuruppin in Brandenburg.

Dieter Kaltwasser recherchiert die neuen lesenswerten Bücher und Schriften über Theodor Fontane

Zum Beispiel die große Biografie „Theodor Fontane“ von Regina Dieterle. In diesem herausragenden Buch beleuchtet die Autorin – nach jahrelangen Recherchen und Forschungsaufenthalten in Berlin und Brandenburg – den Menschen Fontane und sein dichterisches und journalistisches Werk.

Oder das Buch von Dagmar von Gersdorff, der großen Biografin berühmter Gestalten der Goethezeit. Sie hat das Leben der Fontane Tochter Martha in ihrem empfehlenswerten Buch „Vaters Tochter – Theodor Fontane und seine Tochter Mete“ in den Mittelpunkt gesetzt.

Klicken Sie rein, hier geht es zum Artikel: 

Neue Bücher zu Theodor Fontane 

Bild Fontane Statue in Berlin Tiergarten: By StMatthaeusOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Weitere Buchvorstellungen von Dieter Kaltwasser

Büchervorstellung zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg

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Zum 100. Todestag: Wer war Rosa Luxemburg?

Zum 100. Todestag: Wer war Rosa Luxemburg?

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Zum 100. Todestag: Wer war Rosa Luxemburg?

Bücher zu Leben und Werk von Rosa Luxemburg, die vor 100. Jahren ermordet wurde.

Von Dieter Kaltwasser, erschienen im General-Anzeiger am 22.1.2019

„In der vergangenen Woche gedachten zahlreiche Menschen der Ermordung der Sozialistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 100 Jahren – mitunter auch Leute, die der von den beiden vertretenen Politik eher fernstehen. Auch der Buchmarkt befasst sich mit Leben und Werk Luxemburgs, die heute als eine der berühmtesten europäischen Revolutionärinnen und bedeutende marxistische Theoretikerin gilt …“

Zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg recherchiert Dieter Kaltwasser Bücher und Schriften

Zum Beispiel die Lebensgeschichte der „Revolutionärin“ ohne ideologischen Zwang von Piper. Oder „Eine Leiche im Landwehrkanal“ von Klaus Gietinger, der den Mord an Rosa Luxemburg untersuchte , …. Desweiteren gibt er Einblicke in das Leben von Rosa. Wer Sie war, wie sie war und wie immer wieder versucht wurde, ein falsches Bild von dieser hochintelligenten, starken und auch feinfühligen Frau zu zeichnen.

Klicken Sie rein, hier geht es zum Artikel: 100 Jahre Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg in Berlin

Wandeln Sie mit mir auf den Spuren von Rosa durch Berlin. Geschichte ein klein wenig anderst erleben und erfahren.

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